Die Zahl der Spieleunternehmen und -beschäftigten in Deutschland ist im Jahr 2022 gestiegen

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Der Boom in der deutschen Spieleindustrie hält an, wobei die Zahl der deutschen Spieleunternehmen und der Beschäftigten im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr deutlich ansteigt.

Im Jahr 2022 gab es in Deutschland 786 Unternehmen, die entweder Videospiele entwickeln oder veröffentlichen. Die meisten Unternehmen (392) tun beides, während 358 nur entwickeln und 36 nur veröffentlichen. Die Zahl der Verlage und Unternehmen, die sowohl entwickeln als auch veröffentlichen, stieg um rund 14 %, während die Zahl der reinen Entwicklungsstudios um 3 % zurückging.

Die meisten Unternehmen sind nach wie vor klein: 70 % der deutschen Unternehmen beschäftigen weniger als zehn Mitarbeiter. Es wurde auch berichtet, dass 47 % der in Deutschland produzierten Spiele exportiert werden, verglichen mit 7 % Film und Fernsehen, 9 % Büchern und 10 % Musik.

Während die Gesamtzahl der Spielefirmen mit einem Plus von 5 % gegenüber 2020 nur moderat gestiegen ist, berichtet Game.de, dass diese Zahl in den letzten zwei Jahren um 26 % zugenommen hat.

Bei der Gesamtzahl der Beschäftigten liegt die deutsche Branche inzwischen wieder auf dem Niveau von 2020, wo es 28.235 Beschäftigte gab. Diese Zahl sank 2021 um 4 %, wahrscheinlich aufgrund von Entlassungen und anderen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie, aber mit 28.650 im Jahr 2022 scheint sich der Markt davon erholt zu haben.

In den letzten Jahren wurden enorme Fortschritte gemacht, um Deutschland zu einem Top-Standort für die Spieleindustrie zu machen. 11.242 dieser Beschäftigten entfallen auf die so genannte Kernindustrie, also auf Entwicklung und Verlagswesen. Das sind 3 % mehr als 2021 und 12 % mehr als 2020.

Der erweiterte Markt, zu dem Dienstleister, Handel, Bildungseinrichtungen, Medien usw. gehören, wächst im Vergleich zum Vorjahr um 6 % auf 17.048 Personen. Game.de wies auf einige Diversitätsaspekte in der Branche hin: 25 % aller Beschäftigten sind Frauen, was nach Angaben der Branchenorganisation viel höher ist als in anderen Sektoren der digitalen Wirtschaft.

Schließlich haben 27% keine deutsche Staatsbürgerschaft, verglichen mit 17% in anderen kulturellen/kreativen Industrien.

Die Umsätze mit Computerspielen, Videospielen und zugehöriger Hardware wachsen derzeit noch stärker als die Zahlen der Unternehmen und ihrer Beschäftigten: Nach dem historischen Jahr 2020 mit einem Umsatzsprung von 32 Prozent steigen die Umsätze im deutschen Spielemarkt auch im Jahr 2021 weiter deutlich an: insgesamt rund 9,8 Milliarden Euro Umsatz mit Spielen, Spielehardware und Gebühren für Onlinespiele-Dienste – ein Plus von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Umsatzerlöse mit Computerspielen und Videospielen wuchsen um 19 Prozent auf rund 5,4 Milliarden Euro, unter anderem aufgrund von Steigerungen bei In-Game-Käufen und In-App-Käufen. Auch die Umsätze mit Spielehardware sind gewachsen, um insgesamt 18 Prozent auf rund 3,6 Milliarden Euro. Besonders stark war auch die Nachfrage nach Spielekonsolen und Spiel-PC-Zubehör.

 

Über die Marktdaten

Das Online-Verzeichnis gamesmap.de erfasst laufend die Entwicklungen in der deutschen Spieleindustrie. Auf Basis detaillierter Branchenbeobachtungen und -recherchen sowie entsprechender Hochrechnungen und Expertenbefragungen ermittelt gamesmap.de kontinuierlich die Beschäftigungssituation der Spieleindustrie in Deutschland.

 

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